Begleittext zur Ausstellung Digital ist besser von Stephan Rößler: Das beständige Winken der Maneki-neko-Katzen löst in Olsen’ Rauminstallation Lambda-Lambada (Nullen und Einsen) ein gleichmäßiges Klack-Geräusch aus. Durch die unterschiedlich langen Winkarme entstehen verschiedene Frequenzen, die zunächst an die Geräuschkulisse eines Tischtennisturniers erinnern. Bewegt man sich jedoch aufmerksam durch den Raum, verwandelt sich die scheinbare Unordnung der Klänge zunehmend in eine wahrnehmbare Struktur.
Der Begriff Lambda verweist auf die Wellenlänge einer Schwingung oder Welle und nimmt Bezug auf die rhythmischen Bewegungen und Klangfrequenzen der Installation. Mit geduldiger Beobachtung entsteht schließlich ein Moment beinahe synchroner Bewegung: Die Katzen erzeugen mit ihren jeweils eigenen Winke-rhythmen ein sich überlagerndes Klangmuster, das sich durch den Raum auszubreiten scheint. Das Wechselspiel aus Ton an und Ton aus verweist dabei auf das binäre Grundprinzip digitaler Systeme – Null und Eins. Der von den winkenden Glückskatzen ausgelöste „Lambada“ der Klänge wird so zugleich zu einer poetischen wie ambivalenten Zukunftsvision. Für viele Besucher:innen kippt der Moment der Synchronität dabei von meditativer Ordnung in ein fast bedrohliches Gefühl.
Künstler: Olsen
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